Sonntag, 19. Dezember 2010

Der Kreis hat sich geschlossen - Zurück in Buenos Aires

Unsere grosse Argentinien-Rundreise hat ihren Abschluss gefunden, wir haben heute um 17.00 Uhr unser Hotel in Buenos Aires wieder erreicht. Es war viel leichter zu finden, als wir (ich) befürchtet hatte. Es ging ohne grosse Umwege.

Heute noch einmal 600 km durch die Pampa, ziemlich viel geradeaus, durch abgemähte Getreidefelder und noch wachsende Mais- und Soja-Felder. Natürlich auch noch genügend Rinder, so dass noch einige Bife de Chorizo auf uns und andere warten. Der Verkehr war stärker als in den Wochen zuvor, je näher wir nach BA kamen um so mehr nahm er zu.



Die Überraschung des Tages: Ein Wandbild von Walter M. in einer YPF-Tankstelle (Signatur unter dem Bild!). Wir wussten gar nicht, dass der Walter schon im Ausland so bekannt ist. Hat er ja ganz schön hinter dem Berg gehalten.



Na und jetzt beginnt die Spannung, wie der morgige Tag so wird. Aber noch grösser ist die Spannung, was denn unser Flug am Dienstag machen wird. Die Nachrichten klingen ja ganz mächtig winterlich, besonders auch in Frankfurt.

So für heute reicht es, wir werden uns noch ein bisschen auf den Weg machen, da das Wetter sehr warm und sonnig ist.

Freitag, 17. Dezember 2010

Noch heisser und letzter Tag in Mendoza

Für heute sind so schlanke 35 Grad angemeldet. Wir werden bald wieder hinaus aufs Land gehen und uns noch einmal richtig in der Sonne braten lassen.

Morgen geht es dann Richtung Buenos Aires, wir werden am Sonntag dort sein. Also voraussichtlich hört ihr am Montag wieder etwas von uns.

Sonst gibt es jetzt wirklich nichts Neues von uns zu berichten. Wir brauchen auch nichts von der Kälte zu hören, kalt wirds von allein und schnell genug.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Nochmal ein heisser Tag geschenkt

Gestern ging es mir schon wieder etwas besser, so dass wir zunächst nach Mendoza gefahren sind, um noch einige Eindrücke von der Stadt zu sammeln.

Am Nachmittag dann Erholung am Pool, einfach nur sitzen in der Sonne und diese und Wärme tanken.

Abends ging es mir so gut, dass wir wieder einmal ein Bife de Chorizo genossen haben. Es war ein herrlicher Abend in einem Innenhof unter Weintrauben, bei angenhm warmen Temperaturen. Einfach toll.

Ihr braucht nicht immer uns damit zu ärgern, dass ihr so schönes Schnee-Winterwetter habt. Wir verzichten da gerne drauf. Vielleicht ändert sich alles noch bis nächste Woche. Mal sehen, was so kommt.

Aber es sind jetzt doch nur noch wenige Tage, am Samstag geht es dann Richtung Buenos Aires weiter.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Einmal Ruhepause

Jetzt hat es mich (Jürgen) doch auch erwischt und ich habe mir kräftig den Magen verdorben. Ausserdem glaube ich mir noch eine Erkältung eingehandelt zu haben. Ja und dann lag ich gestern den ganzen Tag im Bett und Ingrid am Pool.

Jetzt geht es aber wieder besser und wir sind in die Stadt gefahren um einen Kaffee zu trinken und ein bisschen zu bummeln, bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein. Wenn wir das recht sehen, müssen wir die nächsten Tage noch viel Sonne tanken, damit wir die Rückkehr in den Winter aushalten. Denn der scheint ja heftig zuzuschlagen.

Aber erst einmal die Sonne und die Wärme geniessen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Steine in tausend Farben

Seit heute morgen haben wir traumhaft schönes Wetter. Das haben wir spontan genutzt, um eine Fahrt ihn die Berge bis an die chilenische Grenze zu machen.

Der Weg führte uns vormittags auf einer alten (natürlich) ungeteerten Strasse in vielen vielen Serpentinen auf einen Pass in 2.900 m Höhe, von dem wir den Blick auf die Berge der Hochanden um den Anconcagua hatten. Der ist so um die 6900 m hoch und von einem Gletscher bedeckt. Wenn man selber schon auf 3000 m ist, ist es gar nicht mehr so spektakulär einen 7000er vor sich zu haben. Trotzdem beeindrucken diese Bergriesen uns als Betrachter sehr.





Das was an diesen Bergen aber immer wieder fasziniert, ist das Farbenspiel der Felsen und der Geröllhänge. Keinerlei Bewachsung aber vielerlei Farbspiele von Gelb über Rot und Grün bis Schwarz. Und das in allen Schattierungen. Einfach toll.





Übrigens, das mit der Seniorenportion haben wir schon eingeführt: Wir essen zu zweit eine argentinische Portion! Da müssen wir nicht nach dem passenden Wort suchen, das aber eh kein argentinischer KellnerIn verstehen würde, weil die immer ein Portion allein essen, ganz gleich wie alt sie sind.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Bilder , Bilder, Bilder

Der Schnee von gestern








Daraus wird später im Jahr mal Hagebuttenmarmelade, jetzt sind es einfach am Wegrand blühende Buschwindröschen.


Die Farbe des Flusses ist echt, keine Nachbearbeitung erforderlich.



Die Ziegen bestimmen das Tempo, vor allem, wenn sie entgegenkommen.




Hey Mamma, was tun denn die bei uns auf dem Berg?





Mal zur Abwechslung Ziege auf dem Grill, übrigens, das ist eine Portion!






So sehen die Lavaberge aus und das Gestein neben der Strasse.

Und der Salzsee

Patagoniens Abschied mit Schnee

Jetzt haben wir es hier doch noch geschafft. Gestern morgen war es bei der Abfahrt schon ziemlich kalt und alle Berge um uns herum hatten Wolken und darunter neue weisse Hänge. Trotzdem sind wir unbedarft losgefahren. Nach einer Viertelstunde bergwärts führte die Strasse durch immer tiefer verschneite Matten. Es schneite immer noch, auch am Strassenrand war noch Schnee, der frisch gefallen war, wir denken so 4 bis 5 cm. Und ausserdem zeigte das Auto eine Aussentemperatur von - 2 Grad!

Das war wirklich unnötig, dass ihr uns das geschickt habt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Als es dann nach so etwa einer Stunde wieder nach unten ging, liess der Schnee nach und hörte dann ganz auf. Ich hatte das Glück, dass Ingrid mit dem Fahren dran war, also sie hat für diese Saison schon die erste Wintererfahrung gemacht.

Am Ende der Teerstrasse wechselten wir dann und die nachfolgenden 200 Kilometer Piste auf der RN 40 waren dann wieder meine Sache. Da hätte mir der Schnee gerade noch gefehlt oder vielleicht noch besser am Tag vorher auf der schmalen Bergstrasse. Aber = "Es kommt, wie es kommt"

Die Fahrt führte uns gestern dann durch die Entstehungsgeschichte der Erde: Meer, Vulkane, Auffaltung der Anden. Es fehlten an einigen Stellen nur noch die herumhüpfenden Dinos, dann wäre es komplett perfekt gewesen. Die Landschaft ist für jeden Dino-Film super geeignet. Es ist nur schwer zu beschreiben, wie das aussieht und welche Empfindungen einem dabei durch den Kopf und den Körper gehen. Riesige Lavafelder, Lava als Deckel auf Sandsteinhügeln, Sand-Dünen am Rande eines Flusse. durlchsetzt mit kohlrabenschwarzen Lavablöcken und -Steinen.

Dann mitten im Flachland eine Art See, trocken mit weissem Boden, auf dem mit Traktoren und Schabern als Anhänger das Salz abgetragen wird. Das ganze so an die 1200 km vom Atlantik entfernt, also auch noch Reste aus der Entstehungsgeschichte der Erde.

Gestern Abend sind wir dann in Mendoza eingetroffen. Wir hatten schon die letzten Tage beschlossen, unsere Rundreise in Mendoza zu beenden und nicht mehr viel weiter nach Norden vorzudringen. Die bisherigen Eindrücke wollen wir noch auf uns wirken lassen und uns ausserdem so ein oder zwei Tage vor der anstrengenden Rückreise nach Europa ausruhen. Damit wir nicht total ko bei Euch ankommen.

Im Augenblick gibts keine Bilder, weil ich den Adapter im Auto gelassen habe und es zu weit ist, um den schnell zu holen. Vielleicht später nur eine Bilderserie.